Seit 2004 letztes Update 01012026
Aluminium
Nach drei Jahren Titanium präsentierte Apple 2003 eine komplett neue PowerBook-Generation – diesmal im Aluminiumgehäuse. Rückblickend war dies ein entscheidender Moment: Dieses Design begleitet Apple bis heute in ihren Macbooks.
Die Aluminium-PowerBooks liefen weiterhin mit G4-Prozessoren, denn der G5 war für den mobilen Einsatz zu energiehungrig. Der G4 und auch G5 selbst erwies sich jedoch als Sackgasse, was letztlich einer der Hauptgründe für Apples Abkehr von Motorola und den späteren Wechsel zu Intel-Prozessoren war.
Im Jahr 2003 war der G4 dennoch das Mass der Dinge. Apple bot die Aluminium-PowerBooks in 12", 15" und später sogar 17" an – eine beeindruckende Produktpalette. Was Apple hier realisierte, war technisch wie gestalterisch bemerkenswert.
Ich fühlte mich dabei unweigerlich an das PowerBook Duo erinnert und entschied mich zunächst für das PowerBook G4 mit 12". Es war leicht, sehr stabil und lag hervorragend in der Hand. Eigentlich gab es nichts zu beanstanden – nur eines: Wenn man jahrelang mit 15" gearbeitet hat, sind 12" schlicht zu klein. Also wechselte ich wieder zurück zum 15"-Modell.
Und hier kam der grosse Tiefpunkt. Beim letzten PowerBook G4 mit 1,67 GHz verbaute Apple ein hochauflösendes 15,2"-Display mit 1440×960 Pixeln, das feine vertikale Streifen im Bild zeigte. Für mich war das inakzeptabel. Ich brachte das Gerät postwendend zurück. Apple wollte von einem Problem nichts wissen.
Erst viele Jahre später wurde mir klar, dass diese Streifen nur dann sichtbar sind, wenn man wirklich sehr gut sieht – eine Fähigkeit, die offenbar nicht bei allen Beteiligten der damaligen Qualitätskontrolle vorhanden war. Ich war jedenfalls nicht der Einzige, der dieses Modell zurückgab.
2005 markierte für mich den Punkt, an dem Apple Qualität und Leistung letztmals bei den PowerBooks perfekt in Einklang brachte. Die darauffolgende Intel-MacBook-Ära fühlte sich wieder mehr nach Lotterie an – ähnlich wie zuvor bei den iBooks, insbesondere was Grafikchip-Ausfälle betraf.
Nach über 20 Jahren zeigen die PowerBook G4-Modelle heute kaum nennenswerte Alterserscheinungen. Das Aluminiumgehäuse ist extrem langlebig, und auch die Displays sind in gutem Zustand – selbst wenn sie mit der Helligkeit moderner Panels natürlich nicht mehr vergleichbar sind.
Diese Geräte beweisen eindrucksvoll, dass gutes Design und solide Konstruktion zeitlos sein können.