Die grösste Vintage Apple-Sammlung

 Seit 2004 letztes Update 01012026

@

Instagram @apple_collection.ch

über 1’100 funktionierende Vintage Apple Computer

ein Versuch der scheiterte

Es gab einige Macs, die ich mir damals nicht leisten konnte, sie aber unbedingt wollte. Genau diese Geräte haben heute einen besonderen Platz in meiner Sammlung.

Der Macintosh Portable war 1989 Apples erster Versuch eines tragbaren Macs – und er war eine Enttäuschung. Das Gerät war zu gross, zu schwer und vorallem zu langsam. Ein Macintosh Plus wirkte im Vergleich fast ebenso portabel. Es wurde der betagte 68000-Motorola-Prozessor eingebaut, der bereits im Mac 128K von 1984 verwendet wurde. Der Takt war zwar auf 16 MHz verdoppelt, dennoch waren 1989 bereits 68030-Prozerssoren in der Macintosh II-Reihe eingebaut. 

Abgesehen von seiner riesigen Bleibatterie hatte der Macintosh Portable auch echte Highlights. Er besass eines der besten Trackpads, die Apple je gebaut hat. Dieses liess sich wahlweise links oder rechts neben der Tastatur einsetzen – ein Detail, das seiner Zeit weit voraus war. Und der Macintosh Portable hatte keine einzige Schraube. Er liess sich komplett ohne Werkzeug innerhalb von wenigen Minuten zerlegen.

Auch der Bildschirm war aussergewöhnlich. Selbst im Freien war er besser ablesbar als viele Notebooks, die erst Jahre später auf den Markt kamen. Die zweite Revision verfügte sogar über einen hintergrundbeleuchteten Schwarzweiss-Bildschirm. 

Inzwischen befinden sich über ein Dutzend Macintosh Portable in meiner Sammlung. Erstaunlicherweise ist das Plastik kaum vergilbt, ausser der Spacetaste, anders als bei vielen anderen Gehäusen dieser Ära. Wenn sie funktionieren, sind diese Geräte hervorragend zu bedienen – die Tastatur ist bis heute nahezu perfekt.

Leider laufen die meisten Macintosh Portable nicht mehr zuverlässig. Hauptursache sind die Kondensatoren, die sich deutlich schwieriger ersetzen lassen als etwa beim Macintosh II. Daneben gibt es offenbar weitere altersbedingte Probleme, die mir bis heute nicht vollständig erklärbar sind.

Hinzu kommt: Der Macintosh Portable benötigt zwingend eine Batterie zum Starten. Ohne Batterie funktioniert er nur kurzfristig, wenn die Kondensatoren noch genügend Restspannung liefern – was jedoch schnell verpufft. Ich habe daher moderne Bleibatterien aus dem Fachhandel in die originalen Batteriegehäuse eingebaut. Inzwischen existiert auch eine alternative Lösung, bei der der Strom direkt über die ROM-Schnittstelle eingespeist wird. 

Der Macintosh Portable bleibt für mich eines der grössten technischen Rätsel – und zugleich eine der faszinierendsten Herausforderungen meiner Sammlung.