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Farbiger Macintosh

Was bis dahin noch fehlte, war Farbe. Mein Macintosh Classic und mein PowerBook 140 wurden verkauft, und an ihre Stelle trat ein Macintosh LC mit einem14-Zoll-Farbbildschirm. Mit einem Schlag veränderte sich der Fokus: Nicht mehr Texte, sondern Spiele standen plötzlich im Vordergrund.

Der Macintosh hatte es dabei nicht leicht. Der Amigabot eine beeindruckende Auswahl an genialen Spielen, die technisch und spielerisch oft überlegen waren. Und doch hatte der LC einen entscheidenden Vorteil:das Bild. Es war deutlich klarer, ruhiger und schärfer als auf dem Amiga-Monitor. Diese Bildqualität machte vieles wett – auch wenn man sich spielerisch einschränken musste.

Kurz darauf ergab sich die Gelegenheit, günstig an einenMacintosh IIcx mit einem16-Zoll-Bildschirm zu kommen. Technisch ein Traum – praktisch allerdings eine andere Liga. Rechner und Monitor waren zusammen ein regelrechtes Monster auf dem Schreibtisch. Im Vergleich zum kompakten Classic wirkte das Setup wuchtig und dominant und nicht selten wünschte ich mir die frühere Kompaktheit zurück.

Sie kam – wenn auch auf Umwegen.

Aus heutiger Sicht sind sowohl der Macintosh LC als auch der Macintosh IIcx ausgesprochen wartungsarme Geräte. Reparaturtechnisch sind sie übersichtlich aufgebaut und gut zugänglich. Eines ist allerdings zwingend: Die Kondensatoren müssen ersetzt werden, ohne Ausnahme. Besonders die SMD-Elkos auf den Logicboards sind heute fast immer ausgelaufen.

Beim Netzteil wird es etwas anspruchsvoller. Beim LC gibt es immerhin eine elegante Lösung: Es existieren günstige Ersatznetzteile aus dem Elektronikhandel, bei denen lediglich der Stecker zum Mainboard angepasst werden muss – eine praktikable und zuverlässige Alternative zum Original.

Heute schätze ich die LC-Modelle mehr denn je. Sie sind kompakt, übersichtlich und repräsentieren genau jene Phase, in der Farbe Einzug in die Macintosh-Welt hielt, ohne gleich in überdimensionierte Desktop-Systeme auszuarten.

Und wofür stand damals eigentlich „LC“?
Es gibt verschiedene Deutungen. Für mich war es ganz klar: Love Color.