Seit 2004 letztes Update 01012026
Compact Disc goes mobile
1996 brachte Apple endlich das, worauf viele gewartet hatten: das PowerBook 1400c mit integriertem CD-Laufwerk. Nach den Umwegen und Kompromissen der 5300-Serie fühlte sich das wie ein überfälliger Schritt an.
Das Design des PowerBook 1400c war überzeugend. Klare Linien, kompakte Form, austauschbare Module – ein Notebook, das wieder durchdacht wirkte. Die Leistung hingegen war eine Enttäuschung. Apple verbaute lediglich einen PowerPC mit 117 MHz, exakt derselbe Prozessor wie im PowerBook 5300ce. Spätere Modelle mit 133 MHz oder 166 MHz änderten daran nur wenig – spürbar mehr Leistung brachten sie nicht.
Die wahre Stärke des PowerBook 1400c zeigte sich erst mit der Möglichkeit zur Aufrüstung. Das Gerät liess sich mit einem G3-Prozessor bis 333 MHz ausstatten, das Maximum an Ram war jedoch lediglich 64 MB, weshalb Mac OS X auf dem Powerbook 1400c nicht wirklich läuft. Diese Aufrüstung habe ich durchgeführt – und sie war dennnoch eine Wohltat. Plötzlich fühlte sich das PowerBook unter Mac System 9 schnell, reaktionsfreudig und zeitgemäss an. Das 1400c konnte endlich zeigen, was in ihm steckte.
Abgesehen von der anfänglichen Prozessorwahl war das PowerBook 1400c ein sehr solides, robustes und schönes Gerät. Es fühlte sich wertig an, war zuverlässig und machte im Alltag einfach Freude.
Bemerkenswert ist vor allem eines: Auch fast 30 Jahre später zeigt das PowerBook 1400c kaum Schwächen. Weder die Kondensatoren noch die allgemeine Verarbeitungsqualität bereiten Probleme – eine Seltenheit bei PowerBooks dieser Ära. Einzig die Scharniere gelten als potenzielle Schwachstelle, da sie mit der Zeit Risse im Kunststoff verursachen können bzw. bereits als Neugeräte diese Risse aufwiesen. Ich habe meines seinerzeits mehrfach ausgetauscht. Apple sah keinen Handlungsbedarf.
Umso erfreulicher ist meine persönliche Erfahrung: Keines meiner vielen PowerBook-1400c-Geräte zeigt ansonsten Probleme. Das spricht für die Qualität dieses Modells – und dafür, dass Apple hier wieder auf dem richtigen Weg war.
Das PowerBook 1400c war vielleicht kein Performance-Wunder ab Werk, aber es war ein ehrliches, langlebiges und durchdachtes Notebook. Mit G3-Upgrade wurde es zu einem der besten klassischen PowerBooks überhaupt.